NATO fordert weitere 20.000 Soldaten in Afghanistan

Die rund 50.000 Soldaten zählende Afghanistan-Schutztruppe (ISAF), die vor allem im Süden und Osten des Landes von radikalislamischen Taliban angegriffen wird, muss nach Ansicht der militärischen NATO-Führung im kommenden Jahr um weitere 20.000 Mann verstärkt werden. Die Sicherheitslage in Teilen Afghanistans sei "schwieriger und härter" geworden, sagte der NATO-Oberkommandant, US-General Bantz J. Craddock, heute im militärischen NATO-Hauptquartierin Mons (Belgien) vor Journalisten.

"Der Aufstand ist auf die gleichen Regionen wie bisher beschränkt, aber er ist schwieriger und härter geworden", erklärte Craddock. Er sei "wirklich giftiger und spielt sich mit schnellerem Tempo ab als vor einem Jahr".

Die Zahl der Zusammenstöße zwischen Soldaten der ISAF und der afghanischen Streitkräfte sei um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. "Wir haben jeden Tag, jede Woche und jeden Monat mehr Auseinandersetzungen", so der US-General. Die Taliban versuchten mit allen Mitteln, Aufbauerfolge des neuen afghanischen Staates zu zerstören.

Zusagen bisher nur aus den USA
Die ISAF bräuchte demnach vier zusätzliche Brigaden plus deren Unterstützungskräfte. Lediglich die USA hätten bereits eine Brigade für Jänner zugesagt. Zusätzlich würden zwei Brigaden als Kampfeinheiten sowie eine Brigade zur Absicherung der Polizeiausbildung benötigt. Craddock sagte, er rechne nicht damit, dass einzelne NATO-Staaten jeweils Teile der fehlenden Brigaden stellen könnten.

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